De Öko Melkburen

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Milch oder nicht Milch, vegan oder vegetarisch oder doch weiter Fleisch und Milchprodukte konsumieren? Sind alle Landwirte unsensible und herzlose Tierquäler und nur auf Profit aus? 

Wir wollten es mal genauer wissen und haben uns deshalb am Sonnabend vor einer Woche auf nach Lentföhrden gemacht. Dort kann man an jedem dritten Samstag im Monat bei Hans Möller an einem Hofrundgang teilnehmen und sich über die Öko-Melkburen und solidarische Landwirtschaft informieren. 

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Bei den Öko-Melkburen werden die Kühe das ganze Jahr über auf der Weide gehalten, bekommen Gras und Heu zu fressen und die Kälber bleiben in den ersten drei Lebensmonaten auf der Weide bei ihren Müttern. Massentierhaltung, Antibiotikum und Kraftfutter sind hier Fremdworte. 

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Nachdem wir uns den Hof angeschaut und erste Infos zur solidarischen Landwirtschaft erhalten hatten, ging es auf die Weide. Der Vortrag von Hans mitten zwischen seinen Kühen war sehr aufschlussreich und hat gezeigt, dass es auch ohne Massentierhaltung und Hochleistungskühe geht, aber dafür ein Umdenken der Verbraucher notwendig ist. 

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Milch und Milchprodukte werden in den Läden immer billiger verkauft und Otto Normalverbraucher nutzt die Angebote, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wer den Preis dafür letztendlich bezahlt. Geschockt haben uns manche Infos, z.B. dass 75 % der Milch nicht verzehrt werden, sondern in die Industrie gehen. 

Wir könnten hier nun einen endlos langen Text darüber schreiben, was wir in ca. 3 Stunden alles erfahren haben. Aber wir werden das in keiner Weise so erklären können, wie Hans Möller und seine Frau - zwei übrigens sehr sympathische Menschen, die mit Herz und Verstand Landwirte sind und die im Einklang mit ihren Tieren und der Natur leben. 


Für uns hat sich bei dem Besuch unsere Meinung bestätigt: Nein zu Massentierhaltung und Billig-Produkten. Nein zu Massenkonsum und Fleischbergen auf dem Teller. Wenn alle beim Einkaufen überlegen würden, woher das Fleisch, die Milch oder der Joghurt, aber auch das Obst und Gemüse stammen und ob der Preis angemessen ist, wäre schon viel erreicht. Butter kann z.B. nicht € 1,49 kosten, ohne dass Tierleid dahinter steckt - das sollte jedem klar sein. 

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Auch zukünftig werden wir uns nicht vegetarisch oder gar vegan ernähren, aber noch stärker darauf achten, was auf den Teller kommt. Letztendlich werden wir eigentlich genau das tun, was unsere Großmütter schon taten: Alles zu seiner Zeit und von allem in Maßen. 

Wir kaufen außerdem nur noch die Milch und den Joghurt von den Öko-Melkburen, und bei Obst und Gemüse achten wir noch mehr darauf, dass es aus der Region kommt und saisonal passt. Niemad braucht im Dezember Erdbeeren und im März Paprikaschoten. 

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Am besten nehmt Ihr selbst einmal an einem der sehr aufschlussreichen Hofrundgänge teil und macht Euch selbst ein Bild. Wer es nicht nach Lentföhrdern schafft, kann hier Bilder schauen: 

Und hier einiges über die Öko-Melkburen erfahren: 

De Öko Melkburen

Bei Facebook könnt Ihr ihnen hier folgen und täglich Infos u.a. zu muttergebundener Kälberaufzucht erfahren:

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Unsere Bilder von dort sind hier

„Ich will keine Akademiker. Ich will keine Wissenschaftler. Ich will keine Leute, die immer alles richtig machen. Ich will Leute, die zu begeistern wissen.“


Bill Bernbach, eigentlich William Bernbach
War ein Unternehmer, Kommunikations- und Werbemanager.
* 13.08.1911 in New York City (New York), USA
† 02.10.1982 in New York City (New York), USA

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