Tag der Zoe

3. September – Tag der Zoé

 

Hallo Ihr lieben Menschen aus der Süderstraße,

wisst Ihr, was heute für ein Tag ist? Richtig ... Der Tag der Zoé. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an mich und meine Dienerschaft. Die haben ja den Tag meiner Adoption zum „Tag der Zoé“ erklärt. Dann schicken sie Euch Fotos von mir, bringen Euch Futter für die Fellkugeln, die noch kein neues Zuhause gefunden haben und überweisen Euch eine Geldspende.

Für alle, die sich nicht mehr an mich erinnern: Ich bin das Fundtier 5095 / 16 und war noch recht klein, als ich Euch verlassen habe. In der Zwischenzeit bin ich ordentlich gewachsen und habe jede Menge Spaß mit Frauchen, Herrchen und meiner Freundin Fleckie, die hier schon seit 8 Jahren lebt.

In den letzten 12 Monaten habe ich eine ganze Menge erlebt. Macht Euch doch einfach selbst ein Bild von meinem aufregenden Leben im Leo-Land:

Mein Tag beginnt meistens morgens gegen 3 Uhr. Da habe ich auf einmal solche Lust auf Schmusen und Kuscheln und versuche, Frauchen zu wecken. Erst tippe ich sie vorsichtig mit der Pfote an und wenn sie nicht reagiert, fange ich an zu miauen. Die Masche zieht fast immer und wir kuscheln dann im Bett, bis wir beide noch mal einnicken.

Nach dem Aufstehen machen Frauchen und ich die Betten. Meistens bringe ich noch eine Spielzeugmaus mit und dann geht es rund. 

      

Ich helfe auch sonst gern im Haushalt: Drücke das Altpapier runter, indem ich mich in die Tonne setze. Wenn Frauchen Tüten für den Hamburger Gabenzaun packt, darf ich auch nicht fehlen.

 

Wenn ich mal nicht arbeiten oder kontrollieren muss, mache ich mit Taschen und Kartons Blödsinn. Das ist so spannend, wenn mein Personal nach Hause kommt. Vor allem Herrchen wird von mir stürmisch begrüßt und muss erst mal mit mir kuscheln, bevor er sich ausziehen darf.

 

Ostern war ich ganz brav und habe den Osterstrauß nicht angerührt 

 

Natürlich habe ich den Sommer auch sehr genossen. Ich bin sehr gern auf der Loggia, am liebsten in Gesellschaft meines Personals. Und wenn das Wetter nicht so gut ist, beziehe ich meinen Beobachtungsposten auf dem Kleiderschrank. Von da aus kann ich super sehen, was auf der Loggia vor sich geht:

Und wenn ich müde bin, lege ich mich gern ins Bett, auf den Kleiderschrank oder mache es mir auf dem Sessel gemütlich – ich finde immer ein Plätzchen zum Schlafen.

Weihnachten war im vergangenen Jahr nicht ganz so toll, denn meine Freundin Fleckie wurde krank. Sie konnte nicht mehr hochspringen und hatte arge Schmerzen. Frauchen und Herrchen haben den zweiten Weihnachtstag mit Fleckie beim Nottierarzt verbracht und ich war alleine zu Hause. Aber ich war froh, als Fleckie wieder zu Hause war. Und obwohl sie so ätzend nach Tierarzt gerochen hat, habe ich ihr über den Kopf geleckt. Fleckie hatte sich wahrscheinlich versprungen und hatte Rücken. Schaut mal, so hat sie über eine Woche jeden Abend mit Frauchen auf dem Sofa gelegen. Aber ich war nicht eifersüchtig, Herrchen war ja auch noch da und auf dem Sessel war es auch gemütlich.

Und wo wir gerade beim Thema Tierarzt sind: An mir ist der Krug auch nicht vorbeigegangen. Ich bekam an einem Sonnabend plötzlich Aua an der Nase. Zuerst konnte man nichts sehen, aber es tat weh und ich habe mich auf den Kleiderschrank verkrümelt. Sonntag hatte ich eine Stelle auf der Nase und abends stand fest, dass Montag der erste Weg zum Tierarzt führen wird. Manno, unser Onkel Doktor hatte Urlaub und seine Vertretung war etwas verpeilt. Deshalb wissen wir heute noch nicht genau, was ich hatte. Die Vertretungs-Tierärztin tippte auf ein Granulom, unser Tierarzt, Frauchen und Herrchen auf einen Sonnenbrand. Ich habe Tabletten bekommen, die ich jeden Tag ganz artig mit Käsepaste genommen habe. Nach 2 Wochen war der Spuk vorbei. Schaut mal, das sah echt gemein aus:

Was ich übrigens auch nach zwei Jahren nicht abgelegt habe, ist das Kuscheln mit meinem kleinen Teddy. Das habe ich ja fast von Anfang an hier gemacht und es vergeht kein Tag, an dem ich Teddy nicht die Füße wasche:

 Tja, das waren ein paar Momentaufnahmen aus meinem aufregenden Leben und ich hoffe, Euch gefallen mein Bericht und die Fotos. Ich gehe jetzt wieder ratzen, denn wenn ich wieder wach bin, warten die nächsten Abenteuer auf mich.

Viele liebe Grüße – vor allem an Frau Hischer 

Eure Zoé mit Fleckie, Frauchen und Herrchen

„Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um das Leben zu genießen, sondern um anderen Menschen Freude zu bereiten.“


Franz Lehár
War ein österreichischer Komponist ungarischer Herkunft.
* 30.04.1870 in Komárno (Nitriansky kraj), in der heutigenSlowakische Republik
† 24.10.1948 in Bad Ischl (Oberösterreich), Österreich

Sommertrenner-2012


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