Wilhelmshaven 2014

Gestern war es mal wieder so weit: Wir haben eine Überraschungsfahrt gemacht. Also, eine Überraschung für mich, der Herr des Hauses wusste genau wohin wir wollen. Ich mag diese Touren. Bereits in der vergangenen Woche bekam ich genaue Instruktionen: Spätestens um 7 Uhr aufstehen, gegen 8 Uhr geht es los. So war es dann auch. Nach einem kurzen Frühstücks-Stopp ging es auf die A1 Richtung Bremen, die trotz Pfingstverkehr recht leer war. Alle wollten nämlich an die Ostsee - wir nicht. 

Ein kürzlich ausgestrahlter Tatort mit Wotan Wilke Möhring hat den Herrn des Hauses dazu inspiriert, nach Wilhelmshaven zu fahren. Das, was wir zum Teil gesehen hatten, gefiel uns landschaftlich ganz gut und außerdem wollten wir mal gucken, ob es am Jade-Weser-Port wirklich so einsam ist 

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Unser erstes Ziel war das Küstenmuseum, das allerdings noch nicht geöffnet hatte. Deshalb entschlossen wir uns, erst einmal an den Hafen zu fahren und bestiegen dort kurzerhand einSchiff, um eine Hafenrundfahrt zu machen. Für 11,50 € pro Nase erfährt man in ca. 90 Minuten eine Menge über Wilhelmshaven und bekommt sehr viel zu sehen. Natürlich sind wir auch amJade-Weser-Port gewesen und dort ist es wirklich vereinsamt. Wenn man bedenkt, dass es der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands ist, wundert man sich, dass dort in der Woche im Schnitt lediglich 2 Schiffe festmachen. 

Das sollte aber niemanden davon abhalten, sich diese Stadt einmal genauer anzuschauen, denn sie hat eine Menge zu bieten: Das Deutsche Marinemuseum, ein Aquarium, das Wattenmeer Besucherzentrum, schöne Badegelegenheiten etc. Außerdem ist sie die Stadt einiger Superlativen: Der größte Marinestützpunkt befindet sich dort. Diesen konnten wir bei der Hafenrundfahrt auch näher betrachten. Außerdem beherbergt sie Deutschlands zweitgrößten Bundeswehrstandort und die Kaiser-Wilhelm-Brücke istEuropas größte Doppeldrehbrücke.   

Wir haben uns nach der Hafenrundfahrt zu einem Bummel über die Südstrandpromenade entschlossen und sind danach zurück zum Küstenmuseum gefahren. Dort wurden wir wirklich sehr reizend empfangen. Uns wurde vorab alles erklärt und einen kleinen privaten Klönschnack gab es obendrein. Das Museum bietet eine Ausstellung über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Küste und geht insbesondere auf die Geschichte Wilhelmshavens ein. Der Eintritt ist mit 5 € mehr als angemessen, zumal man sich dort sehr lange aufhalten kann, denn dieses Museum will erobert werden. Es gibt nicht nur viel zu sehen, sondern auch viel zu lesen. Obendrein darf man hier auch viele Dinge anfassen und ausprobieren. 

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Nach dem Museumsbesuch brachen wir zur Rückfahrt über Landstraßen auf und bekamen auch da noch einmal viel zu sehen. Die Landschaft isteinfach viel zu schön, als sie auf der Autobahn an einem vorbei rasen zu lassen.  Dies war nun unser zweiter Besuch in Wilhelmshaven und mit Sicherheit nichtunser letzter. 

Wie immer haben wir Euch wieder ein paar Fotos mitgebracht - seht hier:

„Lass niemals einen Tag vergehen, ohne dass du zu dir sagst: Morgen mache ich es besser.“



Brigham Young
War der 2. Präsident und Prophet der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (Mormonen).
* 01.06.1801 in Whitingham (Vermont), USA
† 29.08.1877 in Salt Lake City (Utah), USA

Sommertrenner 2013 früh


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